Ein Tag voller Perspektivwechsel – Beeinträchtigungen erleben und verstehen
Wie fühlt es sich an, im Rollstuhl zu sitzen oder sich ohne Sehkraft zu orientieren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich unsere Schülerinnen und Schüler bei einem besonderen Aktionstag zum Thema Beeinträchtigungen. Ziel war es, den Alltag von Menschen mit Einschränkungen besser zu verstehen und eigene Erfahrungen zu sammeln.
In der Sporthalle konnten die Jugendlichen verschiedene Stationen ausprobieren. In Zweierteams absolvierten sie einen Rollstuhl-Parkour und merkten schnell, wie viel Geschick und Kraft es braucht, Hindernisse zu überwinden. Besonders eindrucksvoll war auch die Simulation von Blindheit: Ausgestattet mit einem Blindenstock bewegten sich die Schülerinnen und Schüler durch die Halle, während gleichzeitig Rollstühle unterwegs waren. Dabei mussten sie Hindernisse erkennen, Vertrauen in ihre Partner setzen und sich gegenseitig helfen. An einer weiteren Station sorgten spezielle Brillen, die verschiedene Augenkrankheiten simulieren, für neue Erfahrungen. Mit diesen eingeschränkten Sichtverhältnissen versuchten die Schülerinnen und Schüler beim Dosenwerfen ihr Ziel zu treffen – gar nicht so einfach!
Auch im Klassenzimmer wurde das Thema vertieft. In einem offenen Gespräch konnten alle Fragen rund um Beeinträchtigungen gestellt werden. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welche Herausforderungen es im Alltag geben kann und welche Hilfsmittel unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren zum Beispiel, wie angepasste Küchenutensilien das Öffnen von Dosen erleichtern oder wie Menschen mit Einschränkungen alltägliche Aufgaben wie Äpfel schneiden oder Fingernägel schneiden bewältigen.
Der Aktionstag bot viele neue Eindrücke und regte zum Nachdenken an. Vor allem zeigte er, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme, Verständnis und Unterstützung im Alltag sind.
